Jupiterbedeckung durch den Mond. Sonntag, 15. Juli 2012

 

Am 15. Juli kommt die abnehmende Mondsichel bei Jupiter vorbei und in der 2. Nachhälfte gibt es eine Jupiter/Mondbedeckung. Dank den hellen Jupitermonden ist das Verschwinden des Planeten hinter dem Mond dieses Mal besonders interessant. Der Eintritt in Zürich erfolgt am 15. Juli um 03.36 Uhr und 27 Sekunden MESZ. Der Austritt dann um 04.14 Uhr und 47 Sekunden. Diese Bedeckung kann schon gut mit blossem Auge gesehen werden. Schöner ist der Anblick natürlich im Fernglas oder Teleskop. Je nach Standort kann dies auch Abweichungen von den Bedeckungszeiten von gut einer Minute geben.

Als erstes wird Europa verschwinden, dann Io. Danach folgt Jupiter gefolgt von den beiden Monden Ganymed und Kallisto. (Das ganze dauert fast 15 Minuten bis alle Monde und Jupiter verschwunden sind)

Die Sternwarte Hubelmatt wird in dieser Nacht bei guter Witterung ab ca. 0300 Uhr geöffnet sein. Interessierte Besucher sollten aber daran denken, dass es in der Nacht recht abkühlen kann und wir mit der Sternwarte im Freien sind. (Informationen über die Durchführung wird am 14. Juli abends auf der Webpage aufgeschaltet.

 

Der Mond nähert sich von rechts Jupiter, bedeckt dann Jupiter und gibt ihn am dunklen Rand wieder nach ca. 38 Minuten frei.

Anblick an diesem Morgen. In der Nähe von Jupiter ist auch noch die helle Venus, der Morgenstern zu finden. Direkt über den Planeten und dem Mond ist auch noch der offene Sternhaufen der Plejaden gut sichtbar.

 

Tips für alle Fotografen:

Da es sich je nur um ein paar Sekunden handelt, in denen Aufnahmen gemacht werden können, ist es gut, schon zum Voraus einige Testaufnahmen zu machen. Die Schärfe kann ja gut am Mond eingestellt werden. Am besten dürften Aufnahmen mit einer Brennweite von mehr als 1000 mm werden. (Also all jene, die durch ein Teleskop fotografieren können) Da die Bewegung des Mondes auch ziemlich stark ist und die Belichtungszeiten wohl in den Bereich von 1/250 Sekunden oder mehr gehen wird (Tests bitte zum Voraus machen), ist es auch gut, mit einer Nachführung zu arbeiten. Aber auch schon mit einem Teleobjektiv auf einem Stativ kann dieses Himmelsschauspiel aufgenommen werden. Interessant dürfte auch sein, das Spiel der Monde zu verfolgen die dann wie an einer Perlschnur aufgehängt verschwinden werden.

 

ähnliches Bild der Saturnbedeckung vom 3. November 2003. Allerdings war der Mond da sehr hell. Bild Nikon D-100.

 

Leider spielte das Wetter wieder mal nicht mit. Wir hatten zwar eine kleine Aufhellung in der Sternwarte Richtung Nordosten, doch die reichte halt wieder mal nicht aus um den Anlass am Himmel sehen zu können. So vertrösteten sich Teddy und Chroni mit dem theoretischen Teil.

Zum Ende begann es dann auch noch zu regnen.

 

 
 

Copyright AGL 2009, Luzern, 15. Juli 2012