Veranstaltungsbericht Mondfinsternis vom 16. Mai 2003
  
Am frühen Morgen des 16. Mai traffen sich einige AGL'er zur gemeinsamen Beobachtung der Mondfinsternis. Das Wetter war ausgezeichnet, auch wenn es kalt war. Wir trafen uns beim Kreisel Zellfeld in Schenkon um dann zum Landessender hochzufahren. 

Zur Gruppe gehörten Andrea Marbach und Beat Giger, Barbara Hedinger, Hans Oetterli und ich. Ein wenig später traf auch Peter Kronenberg mit dem Gast Pirmin ein. Noch ein bisschen später dann noch Marek Stadelmann. 

Wir hatten riesiges Glück mit dem Wetter und einen guten Beobachtungsplatz. Wir befanden uns auf 802 Metern über Meer auf einem Hügel, der freien Blick nach Westen hatte und aber im Hintergrund auch freien Blick nach Osten. Schon bei unserer Ankunft gegen halb vier Uhr  dort oben, begrüsste uns die ISS mit einem schönen Ueberflug. Wir stellten unsere grossen Teleskope C8 und Nextstar 8 auf, bereiteten die Fotostative vor und stellten auch für das leibliche Wohl Kaffee, Tee, Suppen etc. bereit. 

Kurz vor 4 Uhr hatte ich den Eindruck, dass man auch schon beim Mond eine "komische" Farbe und Helligkeit hätte. Evtl. auch schon der Halbschatten, der sich bemerkbar macht. Zu dieser Zeit konnte man noch gut die Daten ab dem Ausdruck von Heavens-above lesen. 

Aufnahmedaten: Nikon D100, Sigma 170-500 mm Tele (entspricht 750 mm digital), 1/320 sek bei Blende 8. Aufnahmezeit: 03.54 Uhr

Aufnahmedaten: Nikon D100, Sigma 170-500 mm Tele (entspricht 750 mm digital), 1/200 sek bei Blende 8. Aufnahmezeit: 04.05 Uhr

Pünktlich um 0403 Uhr begann von links unten der Erdschatten am Mond zu knabbern.  Der Eintritt in den Kernschatten hatte begonnen. Die Finsternis nahm nun ihren Lauf. Im Verlauf der nächsten Stunde wurde der Mond immer mehr vom Erdschatten bedeckt. 

 

Aufnahmedaten: Nikon D100, Sigma 170-500 mm Tele (entspricht 750 mm digital), 1/200 sek bei Blende 8. Aufnahmezeit: 04.17 Uhr

Aufnahmedaten: Nikon D100, Sigma 170-500 mm Tele (entspricht 750 mm digital), 1/125 sek bei Blende 8. Aufnahmezeit: 04.25 Uhr

Aufnahmedaten: Nikon D100, Sigma 170-500 mm Tele (entspricht 750 mm digital), 1/80 sek bei Blende 8. Aufnahmezeit: 04.18 Uhr

Aufnahmedaten: Nikon F3, Celestron C8 fokal, 1/60 sek bei Blende 10. Aufnahmezeit: 04.40 Uhr, Kodak Supra 400

Aufnahmedaten: Nikon D100, Sigma 170-500 mm Tele (entspricht 750 mm digital), 1/40 sek bei Blende 6.3. Aufnahmezeit: 04.44 Uhr

 

Aufnahmedaten: Nikon F3, Celestron C8 fokal, 1/8 sek bei Blende 10. Aufnahmezeit: 04.41 Uhr

Aufnahmedaten: Nikon D100, Sigma 170-500 mm Tele (entspricht 750 mm digital), 1 sek bei Blende 6.3. Aufnahmezeit: 04.58 Uhr

 

Aufnahme des Mondes mit der Landschaft in Richtung West-Süd-West gegen Menznau und Willisau über Sursee, Mauensee hinweg. 

Aufnahmedaten: Nikon D100, 0507 Uhr, 4 Sekunden Belichtungszeit mit 85mm/5.6 Blende bei ISO 200.

Aufnahmedaten: Nikon D100, Sigma 500 mm Teleobjektiv  4 Sekunden belichtet bei Blende 6.3. 

Aufnahme kurz vor der Totalität

Aufnahmedaten: Nikon F3, C8 fokal, 4 sek bei Blende 10. Aufnahmezeit: 04.57 Uhr

Aufnahmedaten: Nikon D100, 0517 Uhr mit Sigma 500mm Teleobjektiv. 3 Sekunden bei Blende 6.3

Aufnahme ist während der Totalität in der Dämmerung gemacht worden. 

Aufnahmedaten: Nikon F3, C8 fokal, 8 sek bei Blende 10. Aufnahmezeit: 05.12 Uhr auf Kodak Supra 400

Giovanni und Barbara beim Warten auf den Sonnenaufgang. 

Chroni und Pirmin vor dem Verpflegungsstand nach dem Untergang des Mondes und dem Warten auf den Sonnenaufgang. 

Im Osten begann es bereits gegen 0430 Uhr zu dämmern. So wurde es im Verlauf der Finsternis immer schwieriger, Fotos zu machen, da die Helligkeit des Himmels auch immer mehr zunahm und der Kontrast des Mondes abnahm. Kurz nach Beginn der Totalität konnte der Mond nur noch mit dem Teleskop beobachtet werden. Von Auge war er fast nicht mehr zu sehen. Danach verschwand dann der Mond in der Dunstschicht ganz am Horizont. 

Etwa 30 Minuten später kam am Nordosthorizont die Sonne wunderschön herauf. Für uns alle ist klar, dass sich dieser Nachtausflug gelohnt hat. Hoffen wir, dass es am 9. November auch wieder so klar ist. 

Für die AGL:

Markus Burch

 

   

Copyright AGL, Luzern, 27. Juni 2007