| Beobachtungsbericht | |
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Astroferien auf der Hakos Gästefarm in Namibia
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Wo Bergzebras unter dem Skorpion Wasser saufen
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Die Hakos Gästefarm auf 1800 Höhe im namibischen Zentralplateau. (Bild Jörg Lang) |
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Nur 21 Stunden nach der totalen Sonnenfinsternis vom 11. Juli 2010 wurde die schmale Mondsichel zusammen mit Merkur bereits wieder über den Hakosbergen gesichtet. (Bild Roland Stalder)
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Gruppenbild mit 3 x 6 Zoll, 12 Zoll (im Hintergrund) und 24 Zoll Öffnung. Unsere Reisegruppe von hinten links nach vorne rechts: Eugen Wäspi, Heiri Hefti, Stefan Meister, Jörg Lang, Aline Felder sowie Roland und Marilyn Stalder-Cazaubon. (Bild Stefan Meister)
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Nächtliche Euphorie unter dem Südhimmel. Das Sternbild "Kreuz des Südens" ist zur Orientierung eingezeichnet. Der 24 Zoll Dobson ermöglichte spektakuläre visuelle Sichtungen. (Bild Roland Stalder: Canon 40D, 17 mm, f/2.8, ISO 3200, 40 Sekunden) Vom 8. bis 15. Juli wurden auf Hakos während der astronomischen Nacht Messungen der Himmelshelligkeit durchgeführt. Deutlich zeigen die 40 Messpunkte den Effekt der hellen Milchstrasse. In den 3 Randstunden nach und vor der astronomischen Dämmerung ist auch der Einfluss des Zodiakallichtes messbar. (Messungen und Grafik Roland Stalder)
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Heiri Hefti (von rechts) und Jörg Lang zusammen mit Friedhelm Hund in seiner neugebauten Sternwarte. Auf dem vorderen Instrument photometriert Friedhelm veränderliche Sterne, die hintere Nachführung hatten wir für Astrofotos gemietet. (Bild Jörg Lang)
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Die Milchstrasse mit ihrem hellen Zentrum steht hoch am Himmel und beeindruckt mit visuellem Detailreichtum und kontrastreichen Dunkelwolken. (Bild Jörg Lang: Canon EOS500D, 29 mm Pentacon Electric mit Sakar Fischaugenvorsatz, f/5.6, ISO 1600, 10 Minuten)
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nachbearbeitetes Bild der Planetenparade. Bild von Jörg Lang, Anpassungen von Roland Stalder.
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Im ersten Teil hatten wir von der Hakos Astrofarm, unseren ersten visuellen Eindrücken am dunklen Nachthimmel sowie den vor Ort gemieteten Teleskopen berichtet. Als Fortsetzung folgen hier die Erlebnisse von zwei Exkursionen auf den Gamsberg und in die Wüste Namib. Anschliessend berichtet Stefan Meister (von der Sternwarte Bülach) ausführlich von den Deep Sky Erlebnissen – dem eigentlichen Hauptgrund unserer Astroferien in Namibia. 28 Zoll für den Gamsberg Die idealen Bedingungen für astronomische Beobachtungen werden auch von der Internationalen Amateur-Sternwarte IAS genutzt (www.ias-observatory.org), welche direkt neben der Hakos Farm steht und diverse Instrumente bis zu 50 cm Oeffnung an Mitglieder vermietet. Auch auf dem 2347 Meter hohen Gamsberg betreibt die IAS eine Beobachtungsstation. Der Farmbesitzer Walter Straube fragte uns, ob wir eine Exkursion dorthin machen möchten. Wir sagten sofort zu, hatten wir doch die Gelegenheit als erste Besucher das tags zuvor angelieferte neue 71 cm Teleskop zu besichtigen. Auf der abenteuerlich steilen Anfahrt konnten wir nicht glauben, dass ein Lastwagen mit einer drei Tonnen schweren Gabelmontierung hier hoch gefahren war! Aber tatsächlich stand das Teleskop auf dem Gamsberg – noch ohne seine geschlossene Behausung. Auf diesem Tafelberg ist man astronomisch quasi mit sich und der Milchstrasse alleine: Im Oktober gibt es dort den unerhörten Anblick einer "Milchstrasse 360 Grad rundherum" am mathematischen Horizont. In die Wüste Namib und zum Mond Nach acht wolkenlosen Nächten wird der eine oder andere Sterngucker langsam mühe... Glücklicherweise hatte auch der Mond mit uns ein Einsehen und erhellte die Abendstunden zunehmend länger, so dass wir ohne schlechtes Gewissen nach dem Abendessen noch ein kurzes Schläfchen einlegen konnten. Wir nutzen die Zeit auch für eine zweitägige Exkursion in die Wüste Namib, nach Sossusvlei und Dead Vlei und lernten viel Interessantes über die Wüste und die "Buschmänner" welche dort bis vor 80 Jahren naturnah lebten. Diese bestatteten ihre Toten auf dem Sand kniend mit Blick zum Mond, wohin sie als gute Seelen hinzugehen hofften. Bei der Uebernachtung in der luxuriösen Namib Desert Lodge wurde uns auch bewusst, dass Hakos eine ganz spezielle Kundschaft anzieht. Als wir nämlich angesichts der abendlichen Scheinwerfer sicherheitshalber nachfragten, wann denn diese ausgeschaltet würden, erklärte man uns freundlich: "Oh keine Angst, wir haben hier die ganze Nacht Licht!" "Heute Nacht also keine Milchstrasse" dachten wir uns – aber Oryx, Kudu, Springbock und Wüstenfuchs an der hell beleuchteten Wasserstelle waren natürlich auch eine nächtliche Beobachtung wert.
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Die kleine Magellansche Wolke mit dem Kugelsternhaufen 47 Tucanae, der auch von blossem Auge auffällig ist. (Bild Heiri Hefti: Nikon 300s, 85 mm, f/2.2, ISO 400, 4 Minuten)
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Walter Straube (rechts) und Stefan Meister neben dem neu installierten 71 cm Teleskop der Internationalen Amateur-Sternwarte auf dem Gamsberg. (Bild Eugen Wäspi)
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Ein Oryx starrt uns an, während wir auf der Heimfahrt von der Wüste Namib eine Reifenpanne an unserem Geländewagen reparieren. (Bild Roland Stalder)
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Auf dem Heimflug über die Sahara begannen wir bereits dem unvergesslichen Südhimmel nachzutrauern. Einige von uns werden wohl bald wieder zu unseren familiären Gastgebern auf Hakos und zu den Südsternen fliegen. Immerhin kam aber auch etwas Vorfreude auf, dass wir in der Schweiz bald wieder die "zweitschönste Galaxie am Himmel" nahe beim Zenit würden beobachten können. Roland Stalder |
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| Video von Roli Stalder, die auf AIDA sind. | |
Copyright AGL 2006, Luzern, 14. September 2010