Vortrag März 2011

 

Montag, 14. März 2011, 20.00 Uhr, Restaurant Schützenhaus (Achtung 14. März, nicht 7. März (Güdismontag))

Thema:     Astronomische Weltbilder      

Referent:   Guido Stalder, Astronomische Gesellschaft Luzern

Ein Weltbild entsteht, wenn Beobachtungen interpretiert werden. Beobachtungen werden heute ganz anders interpretiert als früher. Auch hat sich die Qualität der Beobachtungen in vielen Bereichen stark verbessert. Heutige Weltbilder sehen ganz anders aus als frühere Weltbilder. Trotzdem konnte bis heute keine der wirklich wesentlichen Fragen beantwortet werden. Einige davon seien hier genannt:

·         Warum existiert etwas und nicht nichts?

·         Warum ist die Welt so wie sie ist?

·         Was ist Sinn und Zweck von allem? Hat es überhaupt Sinn und Zweck?

·         Hat das Universum wirklich vor einigen Milliarden Jahren zu existieren begonnen oder gab es vorher schon etwas - ein Vorgängeruniversum?

·         Wurde das Universum geschaffen oder verdankt es seine Existenz einer ganz anderen Ursache?

·         Sind wir allein im Universum?

·         Gibt es neben unserem Universum andere Universen – Multiversen?

Es sind philosophische Fragen, für die man heute vor allem von den Naturwissenschaften Antworten erwartet.

In der Frühzeit der Menschheit versuchten Schöpfungsmythen und Mythen (Göttererzählungen) die Welt zu erklären. Gleichzeitig entstanden die Astralkulte. Im alten Griechenland befassten sich die berühmten Philosophen mit diesen Fragen und ihre Erkenntnisse hatten Gültigkeit während des ganzen Mittelalters bis zur Renaissance. Vor 500 Jahren entstanden die Naturwissenschaften. Auch sie haben die wesentlichen Fragen bis jetzt nicht beantworten können. Mit meinem Vortrag möchte ich einen kleinen Einblick in die Entwicklung von Weltbildern geben. Dabei beschränke ich mich vor allem auf die astronomischen Weltbilder.

 

 

Copyright AGL 2011, Luzern, 15. Februar 2011